Das Neue EnsemblE präsentiert eine Deutsche Erstaufführung der Autorin des Erfolgsromans Drei starke Frauen: DIE SCHLANGEN von Marie NDiaye
Premiere: 19 Mai, 20 Uhr im Theater Felina-Areal Mannheim Es ist der französische Nationalfeiertag, und France begrüßt überrascht ihre Schwiegermutter. Doch Madame Diss kommt nicht wegen des Feuerwerks, sie will Geld von ihrem Sohn. Nancy, die Ex-Ehefrau des Mannes, nähert sich dem Haus ebenfalls, aber mit Vorsicht. Der 14. Juli ist der Todestag ihres gemeinsamen Sohnes und sie hat endlich den Mut gefasst, das Grab des kleinen Jacky zu besuchen. „Die Schlangen“ zeigt das heillose Züngeln der drei Frauen vor verschlossener Tür. Wie sich herausstellt, wurde Jacky von seiner Mutter zurückgelassen und seinem gewalttätigen Vater ausgeliefert. Dieser misshandelte ihn und sperrte ihn in einen Schlangenkäfig, wo Jacky schließlich starb. Dass sich hinter der Tür – und vor den Augen der Zuschauer – eine weitere Opferung von Kindern anbahnt, nehmen die auf sich selbst fixierten Frauen nicht wahr. Eine unfassbare Geschichte, die das Versagen von Erwachsenen zum Thema hat. "Selbst wenn 'Die Schlangen' ein grausames Stück zu sein scheint, so kann man es doch auch so spielen, dass es lustig ist. Letztendlich ist es keine tragische Geschichte" deutet Marie NDiaye ihr eigenes Stück. Mit ihrer einzigartigen musikalischen, klaren und an Untertönen reichen Sprache skizziert Marie NDiaye unterschiedliche Lebensentwürfe von Frauen in unserer Gesellschaft.(Saarländischer Rundfunk) mehr |
| Wer ist Marie NDiaye? Marie NDiaye ist die Tochter einer französischen Mutter und eines senegalesischen Vaters. Ihre Mutter war Lehrerin. Ihr Vater verließ die Familie und wenig später Frankreich, als Marie noch im Säuglingsalter war. Marie war eine sehr gute Schülerin; ihr Französischlehrer wollte sie für die Teilnahme am Concours général anmelden. Sie schlug jedoch dieses Angebot aus, und entschied sich gegen eine Ausbildung an der École Normale Supérieure. Ihr Berufswunsch, Schriftstellerin zu werden, stand für sie schon zu Schulzeiten fest. mehr
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